Eine Schule für alle! Auf dem Weg zur Schule für alle sind wir schon ein paar Schritte gegangen. In der Albert-Schweitzer-Schule… … lernen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4b aus der Förderschule schon seit drei Jahren regelmäßig zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der Klasse 4d der Grundschule. Beide Klassen haben ihre Zimmer nebeneinander. In der Freiarbeit, im Sachunterricht, in Musik, im Kunstunterricht und beim Sport wird gemeinsam gelernt. Die Kinder unterstützen einander bei der Lösung schwieriger Aufgaben. Sie unternehmen zusammen Ausflüge und gestalten Veranstaltungen im Schulleben der beiden Schulen miteinander. Weil ihre Kinder in dieser Kooperation so viel gelernt haben, entschieden sich die Eltern der Grundschulklasse einstimmig dafür, das gemeinsame Lernen auch nach der zweiten Klasse fortzusetzen. 
Beide Klassenlehrerinnen leiten ihre Klassen über die gesamte Grundschulzeit hinweg. So können alle Beteiligten über einige Jahre miteinander vertraut bleiben. Die gut eingespielte Zusammenarbeit kommt allen Kindern zu Gute: Der Unterricht wird durch die unterschiedlichen Methoden, Ideen und Materialien der beiden Lehrerinnen für die Kinder abwechslungsreich. Für die Kinder ist es normal geworden, verschieden zu sein. … lernen die Kinder der Klasse 2a der Förderschule manchmal zusammen mit den Schülerinnen und Schülern der Klasse 2a der Grundschule. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler der Förderschule viel an Selbstständigkeit hinzugewonnen. Und für die Kinder wird es immer selbstverständlicher, was es heißt mit Beeinträchtigungen zu leben. … besucht eine Schülerin der 2a der Förderschule in den Fächern Deutsch und Mathematik den Unterricht in der Grundschule. Sie wird dort von einer Sonderschullehrerin begleitet und lernt das Gleiche wie die Kinder der Grundschule. Nur manchmal braucht sie die Hilfe der Sonderschullehrerin noch, damit sie eine Aufgabe wirklich gut verstehen kann. In der Außenstelle der Luitpoldschule an der Kennedystraße …
… lernen jetzt schon im sechsten Schuljahr verschiedene fünfte und sechste Klassen miteinander. Sie treffen sich zu gemeinsamen Projekten und Festen. Besonders geeignet für diese Zusammenarbeit ist der Kunstunterricht. Treffpunkt hierfür ist eines der großen Klassenzimmer in der Außenstelle. Alle Kinder genießen die entspannte Atmosphäre im gemeinsamen Unterricht. … gestalten zwei Klassen einen integrativen Gottesdienst. In Religionsstunden werden Inhalte (z. B.: zum Thema „Lasst uns eine Brücke bauen“) erarbeitet und in szenisches Spiel umgesetzt. Das gemeinsame Erleben im Gottesdienst stärkt das Gefühl der Verbundenheit. Viele Hauptschülerinnen und Hauptschüler nehmen in den Kooperationsstunden erstmals den Kontakt mit Schülerinnen und Schülern aus dem Förderzentrum auf. Anfängliche Zurückhaltung weicht offenen Kontaktangeboten. Die Kinder aus dem Förderzentrum lernen in den Außenklassen, die Sicherheit ihrer besonderen Schule zu verlassen und sich für neue Lernerfahrungen mit Kindern der Regelschule zu öffnen. … verbringen alle Schülerinnen und Schüler die Pausen gemeinsam. Aus anfänglicher Ablehnung ist – auch mit Hilfe umfangreicher Informationen durch die Sonderschullehrerinnen - Offenheit für verschiedenste Kontakte entstanden. So wird zusammen gesungen und Fußball gespielt. Dabei zeigen sich gleiche Interessen und Lernbedürfnisse.
In Grundschulen der Region …
… sind Lehrerinnen bereit, Kinder mit großen Lernschwierigkeiten in der Regelklasse mit zu unterrichten. Eine Sonderschullehrerin steht ihnen beratend zur Seite. Im Austausch der Lehrerinnen beider Schularten entsteht gegenseitiges, fachbezogenes Geben und Nehmen, das beide Seiten als sehr Gewinn bringend bewerten. Sie machen dabei die Erfahrung, dass Methodik und Didaktik der Förderschule Aspekte enthalten, die den Kolleginnen in der Grundschule Anregungen für einen lernzieldifferenten Unterricht geben können. In gegenseitigen Hospitationen öffnen sich beide Schularten füreinander. Eine Schule für alle, das heißt für unsere Förderschule in Amberg, dass wir - eng mit den Regelschulen zusammen arbeiten möchten; - uns von den Regelschulen Offenheit und Spaß am gemeinsamen Arbeiten wünschen; - von den Lehrerinnen und Lehrern der Grund- und Hauptschulen lernen wollen; - bereit sind, unser sonderpädagogisches Wissen an die Lehrerinnen und Lehrer der Grund- und Hauptschulen weiter zu geben; - uns einem Traum Schritt für Schritt nähern.
Wenn Sie Lehrerin oder Lehrer sind, - an einer Amberger Schule oder einer Schule in der nahen Umgebung unterrichten - schon immer mehr im Team arbeiten wollten, - den gemeinsamen Unterricht ausprobieren möchten, - dann besprechen Sie es mit Ihrer Schulleitung, mit Ihren Kollegen - dann rufen Sie uns einfach an: 09621/308231 Wenn Sie sich für Ihr Kind einen Unterricht wünschen, an dem alle Kinder teilnehmen dürfen unabhängig davon wie schnell und wie viel sie lernen können, dann äußern Sie diesen Wunsch in der Schule Ihres Kindes. Wenn Sie sich noch weiter informieren wollen, dann klicken Sie doch mal hier hin: http://www.eine-schule-fuer-alle.info/ http://www.eine-schule.de/?js=1 http://www.inklusive-schule.de/ |